Warum Radio Mallorca seine Musik selbst produziert

Wer auf Mallorca das Radio einschaltet, hört auf vielen Frequenzen dieselben Titel, oft im Abstand weniger Stunden erneut. Das ist kein Vorwurf an die Kollegen, sondern eine Folge der Struktur: Sender lizenzieren große Kataloge und spielen daraus die Titel, die überall funktionieren. Der Ton der Insel spielt dabei keine Rolle.
Radio Mallorca geht den anderen Weg. Jeder Titel im Programm entsteht für diesen Sender, in eigener Produktion und mit redaktioneller Auswahl. Nichts davon läuft parallel auf einem anderen Kanal.
Was das praktisch ändert
Der Sender bekommt eine eigene Handschrift. Eine Morgenstrecke darf ruhig sein, ohne dass ein Chart-Titel dazwischenfährt. Die Sunset Sessions können auf den Sonnenuntergang zulaufen, weil die Länge der Stücke zum Sendeplatz gemacht wird und nicht umgekehrt.
Die Rechte sind klar. Musik aus eigener Produktion bedeutet: keine fremden Kataloge im Programm, keine Abhängigkeit von Lizenzen Dritter für den laufenden Betrieb. Für einen Sender, der jeden Tag 20 Stunden Musik braucht, ist das der Unterschied zwischen planbar und unplanbar.
Wiederholung wird zur Entscheidung. Wenn ein Stück oft läuft, dann weil es zur Insel passt, nicht weil der Katalog nichts anderes hergibt.
Was Musik allein nicht kann
Sie ersetzt keine Menschen. Deshalb steht neben jeder Musikstrecke eine Wortstrecke mit Gästen, die hier leben und arbeiten: Gastronomen aus Palma, Handwerksbetriebe aus Manacor, Vereine aus Alcúdia. Die Musik trägt den Tag, das Gespräch trägt den Sender.
Wer das hören will: Sendestart ist der 19. August 2026, ab 18 Uhr, rund um die Uhr. Das komplette Sendeschema steht hier.